Stromanbieterwechsel kinderleicht? 10 Tipps zum richtigen Stromwechsel

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1. Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie Ihre letzte Abschlussrechnung!

Nichts ist schlimmer, als seinen Anbieter zu wechseln und beim neuen Anbieter mehr zu zahlen oder andere böse Überraschungen zu erhalten. Wichtig ist hierbei, dass der Arbeitspreis, der Preis der pro verbrauchter Kilowattstunde abgerechnet wird, eine moderate Höhe hat. Dieser sollte nicht über 30 Cent liegen (Stand 2014/2015). Der nächste wichtige Punkt ist der Grundpreis, also der Preis der monatlich als Fixbetrag verlangt wird. Dieser sollte, natürlich abhängig von Ihrem Verbrauch, als jährliche Summe nicht höher als 25% der Gesamtkosten sein. Weitere Informationen zu relevanten Tarifbestandteilen finden Sie hier.

2. Sie sind noch in der Grundversorgung, dann schnell wechseln!

Die Grundversorgungstarife sind so etwas wie die Cashcows der Stromanbieter, das heißt dass diese in neun von zehn Fällen die teuersten Tarife sind. Egal wo Sie schauen, Sie werden bestimmt einen billigeren Tarif finden. Zu meist hat sogar Ihr Stadtwerk einen „Spartarif“ in seinem Portfolio.

3. Nutzen Sie die angebotenen Vergleichsrechner!

Sie finden hier eine Auswahl der bekanntesten und besten Vergleichsrechner Deutschlands. Diese bieten, sofern Sie die weiteren Punkte beachten, einen transparenten Überblick über die in Ihrem Postleitzahlgebiet verfügbaren Stromanbieter und erleichtern es Ihnen somit zu wechseln. Wie Sie diese am besten verwenden und worauf Sie dabei achten sollten, wird in den folgenden Punkten näher beschrieben.

4. Testen Sie verschiedene Optionen in den Vergleichsrechnern!

In diesem Zusammenhang sollte die Option Neukundenbonus eventuell ausgeschalten werden. Nun schauen Sie, wo sich ihr Wunschtarif wirklich befindet – viele Stromanbieter versuchen über hohe Boni Ihren Gesamtpreis niedrig zu rechnen. Natürlich sind diese Tarife im ersten Vertragsjahr sehr günstig, doch wird meist nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit aus einem „günstigen“ Tarif eine Kostenfalle. Desweiteren sollten Sie sich in den verschiedenen Vergleichsrechnern alle Tarife anzeigen lassen (wie dies funktioniert finden Sie hier). Die großen Portale haben zwar in der Regel die besten Stromanbieter und deren Tarife sofort zum Abschluss verfügbar, doch macht es in manchen Postleitzahlregionen Sinn sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Es ist zwar nicht die Regel, doch ab und an haben auch regional ansässige Versorger ein Schnäppchentarif parat. Schalten Sie die Option Pakettarife nur an, wenn Sie wirklich Ihren Verbrauch kennen. Pakettarife können eine Menge Geld sparen, können aber auch die Stromkosten immens in die Höhe treiben. So ist es hierbei der Trick der Stromanbieter, dass die abgeschlossene Pakethöhe (bspw. Paket 2200, also 2200 kWh Verbrauch) als Grenzwert zählt – jede weitere verbrauchte Stromeinheit bringt dann Mehrverbrauchskosten mit sich. Diese sind im Vergleich zum Arbeitspreis (25 bis 30 Cent) mit 40 Cent oder höher, als reiner Wucher anzusehen. TIPP: Wenn sie Ihren Verbrauch nicht genau kennen, dann schauen Sie nach einem um 200 kWh höheren Pakettarif, so dass Sie die Grenze nicht überschreiten.

5. Tarif- und Anbieterbewertungen beachten!

Mit diesen Bewertungsarten kriegen Sie zum einen den transparenten Blick auf Ihren Wunschtarif und dessen Bestandteile von Experten mitgeteilt (bspw. auf Preisvergleich.de) und zum anderen können die Erfahrungen anderer Verbraucher Sie vor etwaigen Fehlern und Fallen schützen (bspw. auf Check24).

6. Lassen Sie sich nicht von Preisgarantien täuschen!

Als erstes sollte ihr gewählter Tarif natürlich eine Preisgarantie haben, doch lassen Sie sich davon nicht täuschen – jeder Versorger hat andere Preisbestandteile als unveränderlich fixiert. So sollten zumindest die reinen Energiekosten und Netzentgelte darin inbegriffen sein. Vor einer Erhöhung der EEG-Umlage (zu meist staatliche Abgaben und Entgelte genannt) werden Sie nur in Ausnahmefällen sicher sein.

7. Die Sache mit dem Sofortbonus!

Anders als bei einem Neukundenbonus, der erst nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit ausgezahlt wird, bekommt man einen Sofortbonus bereits nach ein bis zwei Monaten überwiesen. Aber auch dabei muss man sich im Klaren sein, dass der Sofortbonus nur den Preis des ersten Jahres schmälert. Wie beim Neukundenbonus wird das zweite Vertragsjahr dann schon mal um diesen Betrag teurer. Grundsätzlich gilt aber: ein Bonus senkt die Kosten.

8. Frühzeitig und regelmäßig wechseln, aber Vorsicht!

Um auch wirklich immer sparen zu können, müssen Sie regelmäßig Ihren Stromanbieter wechseln. Nur so können Sie jedes Jahr aufs Neue die Neukunden- und Sofortboni der Versorger bekommen. Hierbei ist zu beachten, dass diese nur an Kunden ausgezahlt werden, die die letzten 6 Monate nicht bei ihnen Kunde waren. In den angebotenen Vergleichsrechnern sollten Sie dazu einen Hinweis angezeigt bekommen. Um nun zu wechseln muss Ihr derzeitiger Stromvertrag gekündigt werden. Beachten Sie dabei die Kündigungsfristen (im Normalfall 4 bis 6 Wochen), sollten Sie diese überschreiten, haben Sie im Normalfall keine Chance aus dem Vertrag zu kommen. Die Kündigung kann auch das Vergleichsportal übernehmen, doch ist es ratsam dies selber zu erledigen (ein Formular dazu finden Sie hier). Wichtig dabei ist es, dem vorherigen Stromanbieter mitzuteilen, dass Sie erst nach Ende der Mindestvertragslaufzeit kündigen wollen, da sonst Ihr Anspruch auf die Boni verfallen kann. Wie erwähnt hat man im Normalfall keine Chance aus Stromverträgen zu kommen – anders verhält es sich in folgenden Fällen:

    • Preiserhöhungen des Stromanbieters
    • Änderungen der Vertragsbestandteile
    • Umzug.

In diesen Fällen haben Sie immer ein Sonderkündigungsrecht und können frei von den vertraglich geregelten Kündigungsfristen zu einem neuen Stromversorger wechseln. Warten Sie aber auch damit nicht zu lange – nach 2 Wochen erlischt im Normalfall dieses Sonderkündigungsrecht wieder. Als TIPP bezüglich der Preiserhöhungen: lassen Sie sich informieren warum die Preise angehoben werden und schauen Sie in diesem Zusammenhang auch, ob auch wirklich nur dieser Grund in den Erhöhungen inbegriffen ist. Eine Erhöhungen der EEG-Umlage um 1 Cent sollte bei Ihrem Tarif auch nur eine Erhöhung von 1 Cent sein.

9. Trotzdem Probleme mit dem Stromanbieter!

Sollten Sie trotzdem Probleme mit Ihrem Stromanbieter haben, ist es ratsam bevor Sie juristische Wege einschlagen, zuerst bei Verbraucherzentralen oder besser noch bei der Schlichtungsstelle Energie (www.schlichtungsstelle-energie.de) des Bundeswirtschaftsministeriums sich Informationen einzuholen.

10. Sparpotential prüfen!

Möchten Sie nun die Stromtarife in Ihrer Region vergleichen und prüfen wie hoch Ihr Sparpotential ist, dann müssen Sie lediglich Ihre Postleitzahl und den gewünschten Verbrauch eingeben.

Sie haben Anmerkungen und Wünsche, dann kontaktieren Sie uns unter info@stromina.de oder nutzen das Kontaktformular am Seitenende!

Bildquellenangabe: Konstantin Gastmann / pixelio.de

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